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Familien/Sippen scheinen in ein unbewusst wirkendes Familiengewissen eingebunden, dass über das gefühlte Gewissen, welches wir bewusst wahrnehmen können, hinausgeht. Dieses Familiengewissen verbindet die einzelnen Mitglieder miteinander und unterliegt bestimmten Ordnungsprinzipien. Jedes Mitglied der Familie hat ein gleiches Recht auf Zugehörigkeit, auch früh Verstorbene, Totgeborene, auch jene die "böse" oder behindert sind. Ein Familienmitglied, welches vergessen oder ausgeschlossen wurde, wird häufig in einer der nachfolgenden Generationen durch ein anderes Mitglied wieder repräsentiert. Wenn jemand so mit einem früh verstorbenen oder ausgeschlossenen Familienmitglied identifiziert ist, wird er/sie unbewusst versuchen, das Schicksal des verstorbenen Mitglieds im eigenen Leben nachzuahmen und es zur Vollendung zu bringen. Im Leben kann sich das z.B. so anfühlen, dass man sich nicht zugehörig zur Familie fühlt (wie von einer anderen Welt etc.), teilnahmslos, depressiv oder scheinbar grundlos traurig ist oder immer auf der Suche scheint. Es kann auch bedeuten, dass manchmal Dynamiken wirken, die zu Sucht, Krankheit und Tod führen können. Die gute Kraft des Familienstellens ist, dass wenn die Dynamik ans Licht kommt, hört sie in der Regel auf zu wirken! |